Pallas bietet in der ganzen Schweiz Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen jeden Alters und für Menschen mit Handicap an. Delegierte SKF ist Aurelia Golowin. Sie ist Pallas Regionalverantwortliche Bern, Fribourg und Wallis.

https://youtu.be/SxwMpiH4Xd4

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Pallas ist eine 1994 gegründete Interessensgemeinschaft, die Kurse in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen anbietet. Diese frauenspezifische Selbstverteidigungsmethode wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) konzipiert und verbreitet. Heute engagieren sich Trainerinnen und Trainer in der ganzen Schweiz und bieten zahlreiche Kurse für unterschiedliche Altersgruppen an.

Wirkungsvolle Gewaltprävention

Gewalt hat viele Gesichter und kann unterschiedliche Ausprägungsformen annehmen. Kurzgefasst wird alles als Gewalt angesehen, das jemanden verletzt oder persönliche Grenzen überschreitet. Grenzverletzendes Verhalten – ob physisch oder psychisch – kann einen Schockzustand auslösen, der alles Erlernte vergessen lässt. Solche Situationen können Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit, Wut oder Scham auslösen. In Pallas-Kursen werden deshalb nur bedingt physische Techniken vermittelt, sondern sie beinhalten auch spezifisches Hintergrundwissen – inhaltliche Akzente werden entsprechend dem Alter, körperlichen Voraussetzungen und geschlechtsspezifischen Problemkreisen gesetzt. Mithilfe von Transfergesprächen wird eine Verbindung zwischen Übungsbeispielen und eigenen alltäglichen Erfahrungen hergestellt. Pallas-Kurse verfolgen das übergeordnete Ziel, dass sich Teilnehmerinnen den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Rechten bewusst werden und Fähigkeiten entwickeln, in Konfliktsituationen angepasst reagieren zu können. Eine wirkungsvolle Gewaltprävention erfordert demnach Kenntnisse über die eigenen, individuellen Voraussetzungen, über verschiedene Lebenswelten innerhalb unserer Gesellschaft und über unterschiedliche Altersgruppen mit deren Lebensrealitäten.

Selbstverteidigung für Frauen

Geschlechtergetrennter Unterricht macht deshalb Sinn, weil eigene Erfahrungen in einem geschützten Rahmen thematisiert und das Selbstvertrauen gestärkt werden können. Dabei gilt der Grundsatz: Grenzen setzen in Form von entschlossenem und schnellem Handeln kann in den meisten Fällen gewalttätige Situationen verhindern oder beenden. Der Kurs wird mit vielfältigen, auch spielerischen Übungen gestaltet, um folgende Inhalte zu thematisieren:

  • Gefahren erkennen
  • Grenzen setzen
  • Eigene Stärken spüren
  • Sich erfolgreich behaupten und verteidigenAktiv werden bei PallasDie IG Pallas ist durch ihre Vereinsstruktur und ihre überwiegend ehrenamtlich tätigen Aktivmitglieder auf zusätzliche Unterstützung von Menschen angewiesen, welche die Idee finanziell und ideell mittragen. Interessierte können sich auf der Website www.pallas.ch über die verschiedenen Aktivitäten der Interessensgemeinschaft informieren. Für weitere Informationen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Hintergrundinformationen

1988 wurde von der damaligen Nationalrätin Lili Nabholz eine Motion eingereicht, welche forderte, Selbstverteidigungsangebote in den obligatorischen Schulunterricht einzubauen. Der Bundesrat erteilte daraufhin der eidgenössischen Sportschule Magglingen den Auftrag, innerhalb von Jugend+Sport (J+S) ein entsprechendes Angebot zu entwickeln. Um nicht nur Mädchen die Teilnahme an Selbstverteidigungskursen zu ermöglichen, sondern auch erwachsenen Frauen, wurde 1994 die Schweizerische Interessengemeinschaft Pallas gegründet, deren Namen sich auf die griechische Göttin Pallas Athene bezieht, welche in der Mythologie Weisheit, Mut und Schutz verkörpert. Heute bieten Pallastrainerinnen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz pro Jahr mehrere hundert Kurse in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung an, wovon jährlich mehrere tausende Mädchen und Frauen profitieren.

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25 Jahre Pallas

Kurse 2019 siehe Homepage Pallas

Letzte Aktualisierung: 5. August 2019