Nach den Olympischen Spielen 1998 in Nagano wurde von Swiss Olympic das Konzept der  „12 Bausteine zum Erfolg eingeführt“. Im Jahr 2003 erfolgte das Konzept des Bundesrates zur nationalen Nachwuchsförderung. Nach dem Entscheid des Bundesrates wurde mit der Einführung von nationalen Stützpunkten der Nachwuchsförderung in der Swiss Karate Federation erste Priorität eingeräumt und – in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO) – ein umfassendes Konzept erarbeitet. Der Bereich Swiss Karate Talents (auch getragen von den Kantonen und Gemeinden) hat zum Ziel, den leistungsorientierten Nachwuchssport nachhaltig zu entwickeln.

Die Förderung des Nachwuchsleistungssports in der Schweiz geht wieder an Swiss Olympic über. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 15. November 2017 dieser Anpassung auf 1. Januar 2018 zugestimmt.

Der Bund hat den Nachwuchsleistungssport in den letzten 15 Jahren über das Förderprogramm Jugend+Sport unterstützt. In Zukunft soll in der Schweiz hauptsächlich wieder Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, für den Leistungssport in allen Altersstufen zuständig sein. Diese Rollenklärung gestaltet sich haushaltneutral: Für den Bund reduziert sich der Aufwand, und Swiss Olympic wird mittels Verbandssubventionierung bei der Nachwuchsförderung unterstützt. Der Vorschlag war in der Vernehmlassung unbestritten. Der Bundesrat hat nun die entsprechende Anpassung in der Sportförderungsverordnung genehmigt; sie tritt auf den 1. Januar 2018 in Kraft.

Ein Karateka, welcher sich am Talent Sichtungstag für ein Kader qualifiziert, bleibt, auch bei einem Dojowechsel, Mitglied des Kaders. Ein Entzug der Kadermitgliedschaft und/oder der erhaltenen Swiss Olympic Talent Card ist nur dann möglich, wenn ein schwerwiegender Verstoss gegen die Ethik des Karatedo vorliegt. 

Die Trainer der Stützpunkte werden auf Antrag des Chef Leistungssports vom Zentralvorstand gewählt. In das Jugend/Junioren-Kader kann aufgenommen werden, wer in einem Stützpunkt eingeschrieben ist, dort regelmässig trainiert und langfristig ein internationales Potential aufweist.Teilnahmeberechtigt 2018 sind SKF-Karatekas der Jahrgänge 1998-2008 die aktiv an der Swiss Karate League teilnehmen und von ihrem Umfeld wirkungsvoll unterstützt werden. Der Vorschlag/Anmeldung erfolgt durch den Dojoleiter/persönliche Trainer mit Unterstützung der Eltern. Sichtungstag 1: 15. April, Sichtungstag 2: 20. Oktober (jeweils in Windisch). Verantwortlich für die Organisation und Durchführung ist Brigitte Quirici und ihr Team. Die Bewertung erfolgt durch die Nationaltrainer und Stützpunkttrainer mit der Qualifikation dipl. Trainer Spitzensport, Trainer Leistungssport mit eidgenössischem Fachausweis. Die Schlusserstellung (Wettkampf, sportartspezifische Tests, weitere Erhebungen) der Piste durch den Chef Leistungssport, Daniel Humbel. – 2018 erfolgt die Weiterentwicklung der Piste 2.0 durch den Verbandsbetreuer Swiss Olympic, Michel Bonny, und Daniel Humbel. In dieses Projekt fliessen die Überlegungen aus den abgehaltenen Meetings mit allen Stützpunkttrainer ein.

Zulassungskriterien Sichtungstag für das Jahr 2017 waren:
Jahrgang 1997-2007 (Kumite+Kata), aktive Teilnahme an den Swiss Karate League Turnieren, Unterstützung durch das persönliche Umfeld. Es sind nur Sportler zugelassen, welche bereit sind, sowohl im National- als auch im Stützpunktkader zu trainieren. Ab 2016 ist die Kategorie U21 neu die höchste Junioren Kategorie. Auf regionaler Ebene wird neu ab 11 Jahren gefördert. Die Anmeldung erfolgt via www.sportdata.org. Eine Aufnahme erfolgt immer Ende November auf das nächstfolgende Jahr. Talentsichtungstag 1: 25. März 2017, Anmeldeschluss: Freitag, 17. März 2017. Talentsichtungstag 2 (zugelassen sind nur Karateka, welche am 25. März die Tests absolviert haben): 22. Oktober 2017Teilnahmegebühr: CHF 20.00 (Barzahlung pro Dojo am Anlass). Ausrüstung: Sportbekleidung, Turnschuhe (Hallenschuhe), Karate Gi. Testungen: Sportartspezifischer Test Kumite (ab 2017 neu 30 Sekunden mit Partner mit Faust-, Fuss und Wurftechniken). Sportartspezifischer Test Kata (ab 2017 modifiziert (während 30 Sekunden vorzeigen einer Techniksequenz aus einer oder mehreren Kata aus der WKF-Liste), Leistungstest (Standweitsprung, Medizinballwurf, Rumpf Globaltest, Pendellauf 20m), Wachstum (Messungen nach Mirwald, zur Bestimmung des biologischen Alters = bis 16 Jahre), Fragebogen (diverse Auswertungen). Die Tests werden aussschliesslich von qualifizierten Trainern mit der Höheren eidg. Prüfung und eidg. Fachausweis abgenommen.

Swiss Olympic Talents Cards 2017
Swiss Olympic Karate National Regional 2016
Swiss Olympic Karate Lokal 2016

Berichte

2017: Sichtungstag mit den grössten Schweizer Talenten
2016: Wo die Top Karatekas geboren werden
2016: Die grössten Schweizer Talente 2016
2015: Medaillen wachsen nicht auf Bäumen
2015: Talent Treff Tenero 3t 2015
2015: Talentsichtungstag April 2015

Verantwortliche für den Nachwuchsbereich sind Daniel Humbel, Chef Leistungssport,  Brigitte Quirici, Organisation Talentsichtungstag + Anwesenheitskontrolle Athletinnen und Athleten. 

Stützpunkte grafik stuetzpunkte_

Grafik: Nadine Elvers.

Westschweiz: Genf (Kumite/Vincent Longagna), Lausanne (Kata/Jean-Marc Schedel), Neuenburg (Kata+Kumite/Franco Pisino), Sion (Kata + Kumite / Olivier Knupfer / Auszeichnung Nachwuchstrainer)
Alpen/Voralpen: Luzern (Kumite/Toni Romano), Sursee (Kumite/Piero Lüthold), Thun (Kumite/Roland Pfäffli)
Westmittelland: Basel (Kata+Kumite/Giuseppe Puglisi), Biel (Kata+Kumite/Dominique Sigillò, Michelle Saner), Burgdorf (Kata/Claudio Gereon), Düdingen (Kata/Karl Huber), Lyss (Kata+Kumite, Rudi Seiler)
Ostmittelland: Aargau (Kumite/Daniel Humbel/David Baumann), Zürich (Kata/Simone Posavec), Thurgau (Kumite/Reto Kern)

Stiftung Schweizer Sporthilfe

Patenschaften Schweizer Karateka

I believe in you

Auf der Crowfunding-Plattform können Athleten ihre Projekte bekannt machen und finanzieren.

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Stützpunktbetrieb
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Aktualisiert per 16. Januar 2018