Zeitsoldat_logo_schwarzDie Spitzensport-RS wird seit 2004 wird nach dem Modell der Armee XXI durchgeführt. Eingeführt wurde sie 1999 unter Bundesrat Adolf Ogi. Verantwortlicher Kommandant war Oberst Sandro Rossi, der im Frühling 2008 nach über 40-jähriger Tätigkeit in Magglingen in die wohlverdiente Pension geht. Sein Nachfolger ist Major im Generalstab Stephan Zehr.

Am 30. Juni 2008 rückten Roman Seiler und Shqiprim Salihu als erste SKF-Karateka in diese militärisch-sportliche Eliteausbildung ein. Betreut wurden sie vom Ressortleiter Sport und Militär, Dr. Thomas Zehnder (Offizier), und den beiden Leistungssport-Trainern Franco Pisino und Rudi Seiler. 

Aufnahmebedingung war eine hohe, internationalen Zielsetzung (und einem bereits vorhandenem Leistungsausweis: National die Nr. 1 der Schweiz, Mitglied Junioren- oder Elitekader, mindestens zwei internationale Spitzenresultate an WM/EM-Selektionsturnieren, bereits für eine Jugend/Junioren-EM selektioniert).

Die beiden SKF-Athleten absolvierten die  5-wöchige militärischen Grundausbildung (Schiess-, Sanitäts-, Fahrer- und ABC-Ausbildung sowie eine Sport-Trainingseinheit) und anschliessenden die 13 Wochen dauernden Sportausbildung (zwei Mal täglich Training nach individuellem Trainingsplan erstellt durch den verantwortlichen Nationalcoach SKF) in Magglingen. Daneben erfolgte in täglichen Modulen die Ausbildung zum Militärsportleiter.

Fast unisono beurteilen die Spitzenathleten die militärische Grundausbildung als „hart, weil man zu wenig zum Schlafen kommt“. Doch sie wissen auch um ihr Privileg, nur fünf statt wie ihre Kollegen 21 Wochen durchhalten zu müssen.

Nach einem Entscheid 2008 wurden nur noch Kandidaten aus olympischen Sportarten und mit der Verbandseinstufung 2 berücksichtigt. Seit 2013 steht die Aufnahme auch Sportarten mit der Verbandseinstufung 3 offen. 

SKF Kader-Athleten können sich als qualifizierte Athleten – spätestens 2 Monate vor der Rekrutenschule über die SKF, Bestätigung durch Chef Leistungssport, Daniel Humbel, beim Kommando der Spitzensport-RS anmelden. Athleten mit dem Status «Qualifizierter Athlet» haben während der Dienstzeit die Möglichkeit, ihr Leistungsniveau durch regelmässige Trainings aufrecht zu halten. Als Richtwert ist zweimal pro Woche ein Training von 2-3 Stunden vorgesehen.

Für Frauen ist der Militärdienst freiwillig. Besuchen Sie die Rekrutenschule können sie auch als qualifizierte Athletinnen eingestuft werden. Für die Spitzensport-RS ist es so geregelt, dass die Frauen erst dann an die Aushebung gehen, wenn bereits eine Zusage für die Spitzensport RS vorliegt. Dieser Prozess muss bei den Frauen so gemacht werden da diese im Anschluss an die Aushebung wie die Männer Militärpflichtig sind. Wichtig ist auch zu wissen, dass bei einem Abbruch einer Spitzensport-Karriere die Frauen dienstpflichtig bleiben. Es erfolgt eine Umteilung. Deshalb ist es für die Frauen sehr wichtig eine seriöse Planung zu machen und die Konsequenzen zu kennen.

Die SKF weist darauf hin, sich alle Interessenten und Interessentinnen ausnahmslos direkt an den Chef Leistungssport, Daniel Humbel, zu wenden an. Der Armee-Verantwortliche Spitzensport-RS, Franz Fischer, erteilt keine direkten Auskünfte. Die Vor-Evaluation 2018/19 wird von Roland Zolliker vorgenommen (siehe PDF Evaluation).

Spitzensportförderung Armee Informationsdokument Swiss Olympic 2016-06-06

Spitzensport RS

Spitzensport RS Evaluation Potential AthletIn 06 04 17

Film Spitzensportförderung Armee

Fitnesstest der Armee für die Rekrutierung

Militärsportleiter

Spitzensport-WK

Aktualisiert per 26. April 2017