Grundsätzlich finanziert sich die SKF über ihre Mitgliederbeiträge. Alle in einem Dojo eingeschriebenen Karateka bezahlen jährlich einen Beitrag von CHF 32.50, d.h. CHF 2.70 pro Monat, an die SKF für die Bereiche Spitzensport (WMEM Elite, U21, U18, U16 inkl. Startgebühren, Karate1 Turniere, Trainings Nationalmannschaft inkl. Kosten Miete Anlagen, Sportmedizin, internationale Schiedsrichter), Breitensport (Schweizermeisterschaften, Swiss Karate League, esa Erwachsenensport, Karate mit Handicap, Kader- und nationale Schiedsrichterausbildung), Administration/Infrastruktur (Personalaufwand, Reise-, Repräsentation- und Werbeaufwand, Sachaufwand). Die Aufteilung erfolgt, analog aller Swiss Olympic angeschlossenen Verbände mit der Einstufung 1-3, nach Swiss GAAP FER 21. Damit ist die Vergleichbarkeit mit anderen Sportverbänden gewährleistet.

Bereits seit über 75 Jahren fördert die Sport-Toto-Gesellschaft (STG) den Schweizer Sport. Die Sport-Toto-Gesellschaft leitet jährlichen einen Anteil der Reingewinne der beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande an den Schweizer Sport weiter. Mit diesen Geldern fördert die STG u.a. Swiss Olympic, die Stimmung Schweizer Sporthilfe und die Swiss Karate Federation. Diese Mittel ermöglichen es der SKF die WMEM-Delegationen zu 100%, ohne Eigenanteile der selektionierten AthletenInnen, zu finanzieren. Keine Gelder erfolgen von Swiss Olympic für die internationalen Schiedsrichter. Diese müssen von der SKF selber getragen werden. Foto: Übergabe des „Check“ 2017 an Swiss Olympic Präsident Jörg Stahl.

Neben der STG ist der Bund, mit den J+S Geldern, an die Karate-Dojo der grösste Geldgeber im Breitensport. 

Alle finanziellen Leistungen von Swiss Olympic, J+S (Jugend- und Kindersport), PluSport sind in Leistungsvereinbarungen festgelegt. Diese beinhalten bei Swiss Olympic die Bereiche Verbandsmanagement, Ethik, Ausbildung, Leistungssport, Reporting und Controlling, bei J+S die Commitments, J+S Kursorganisation, J+S Fachpersonen, die Experten- und Leiterausbildung sowie die Lehr- und Lernmedien. Die SKF ist seit 1.1.2018 als führende J+S Organisation als Sportverband A eingestuft und stellt auch den J+S -Ausbildungsverantwortlichen (finanziert durch das BASPO anhand der Leistungen, u.a. Anzahl aktive Leiterpersonen, Erfüllung Leistungskatalog) für die gesamte schweizerische Karate-Szene.

Allgemein

Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl Swiss Olympic wie auch BASPO und die SKF keine Bereiche des Leistungssport voll finanzieren (können). Sie sprechen lediglich, anhand klar festgelegter Qualitätskriterien, einen Beitrag an die Kosten.

AthletenInnen

Seit der Anerkennung des Karate als olympische Disziplin (Buenos Aires 2018, Tokyo 2020) sind die finanziellen Herausforderungen für die SKF um ein Mehrfaches gestiegen. Galt es zuvor „lediglich“ die Welt- und Europameisterschaften, je eine WM- resp. zwei Europameisterschaften sowie die Nationalkadertrainings zu finanzieren, stehen heute auch die WKF Karate1 Turniere (Premier League, Series A, Youth League) auf verschiedenen Kontinenten zur Budgetierung an. Diese Herausforderung kann die SKF (Mitgliederbeitrag seit 2005 unverändert) nicht alleine tragen. So sind in diesem Bereich die Sektionen, Stilrichtungen, Dojo, Eltern/weitere Unterstützer und die AthletenInnen (sofern sie über ein Einkommen verfügen) gefordert. Gleichzeitig sind die persönlichen Trainer in der Pflicht die Möglichkeiten über kantonale Gelder sowie Unterstützung durch Städte/Gemeinden, Schweizer Sporthilfe, Sport-Crowfunding „I believe in you“, andere Organisationen und Sponsoren abzuklären.

Hier ist anzuführen, dass es wesentlich die AthletenInnen und die Nationaltrainer sind, welche der SKF die Einstufung 2 durch ihre Titel- und Medaillengewinne an den Welt- und Europameisterschaften sichern. Immer wesentlich daran beteiligt das Leistungssportmanagement, der Chef Leistungssport und die persönlichen Trainer und das gesamte Umfeld mit Leistungsdiagnostikern, Mentaltrainer, Physiotherapeuten, Sportmediziner und – in den meisten Fällen – Eltern und soziales Umfeld.

http://www.karate.ch/olympia/strategie/

Schiedsrichter

Insbesondere zu buchen „schlagen“ die internationalen Schiedsrichter, welche heute auf drei verschiedenen Kontinenten an den WKF Karate1 Turnieren im Einsatz stehen müssen um für eine WM berücksichtigt zu werden. Hier sind die Nationale Schiedsrichterkommission (welche bis heute keine eigenen Einnahmen generiert), die Sektionen und die internationalen Schiedsrichter selbst gefordert. Ohne ein wesentliches Engagement kann die SKF ab 2019 nicht mehr für sechs internationale Schiedsrichter die Reise- und Unterkunftskosten für die Karate1 Turniere übernehmen. 100% finanziert werden weiterhin die Welt- und Europameisterschaften.

Stützpunkte

Die 15 Stützpunkte der SKF (Aargau, Basel, Biel, Düdingen, Emme, Genève, Lausanne, Luzern, Lyss, Neuchâtel, Sion, Sursee, Thun, Thurgau, Zürich) werden durch die Nachwuchsgelder von Swiss Olympic unterstützt. Kriterien: Qualifikation Trainer (nur Entschädigung wenn dipl. Trainer Spitzensport oder Trainer Leistungssport mit eidg. Fachausweis) und Anzahl Nationale/Regionale Cards. Die Stützpunkte können ihre Beiträge durch kantonale Beiträge erhöhen. es steht ihnen frei, analog anderen Sportarten, auch einen Beitrag von den Trainierenden einzuverlangen. Zusätzlich sind aus dem Nachwuchsbeitrag auch die beiden Talentsichtungstage (Organisation, Durchführung, Auswertung) sowie der Leiter Nachwuchs zu finanzieren.

Nationaltrainer / Chef Leistungssport

Als olympische Sportart mit der Einstufung 2 finanziert Swiss Olympic zwei Trainerstellen. Dies sind zur Zeit die Nationaltrainer Kumite. Die Nationaltrainer Kata werden im Mandat durch die SKF entschädigt. Ebenfalls von Swiss Olympic wird die Position Chef Leistungssport finanziert. Voraussetzung für die Entschädigungen ist die entsprechende Ausbildungsqualifikation analog den Stützpunkttrainern.