Am 30. Oktober 2026 ist mein letzter Arbeitstag bei der Swiss Karate Federation. Es ist nicht ganz einfach, für einen Abschied die richtigen Worte zu finden – vor allem dann nicht, wenn man auf eine Zeit zurückblickt, die einen persönlich stark geprägt hat.
Karate begleitet mich seit Jahrzehnten und ist weit mehr als nur ein Sport für mich. Es hat mir Freundschaften, Erlebnisse, Herausforderungen und viele wertvolle Begegnungen geschenkt. Umso besonderer war es für mich, während meiner Zeit bei der Swiss Karate Federation Verantwortung übernehmen und unseren Verband aktiv mitgestalten zu dürfen.
Es war eine intensive Zeit. Eine Zeit mit vielen spannenden Projekten, neuen Ideen, Diskussionen, Erfolgen, Herausforderungen – und manchmal auch mit Momenten, die viel Energie, Geduld und Ausdauer verlangt haben. Aber genau das gehört dazu, wenn man etwas bewegen möchte.
Wenn ich heute zurückblicke, sind es aber nicht in erster Linie Sitzungen, Reglemente, Budgets oder Projekte, die mir in Erinnerung bleiben. Es sind die Menschen.
Die vielen Begegnungen, Gespräche, gemeinsamen Erlebnisse und manchmal auch kontroversen Diskussionen haben diese Zeit für mich besonders gemacht. Ich durfte mit unglaublich engagierten Menschen zusammenarbeiten, die viel Zeit, Leidenschaft und Herzblut in das Schweizer Karate investieren. Dafür habe ich grossen Respekt.
Ich möchte mich deshalb bei allen bedanken, die mich in diesen Jahren begleitet haben – bei unseren Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Funktionärinnen und Funktionären, den Dojos und Sektionen, unseren Partnern, meinen Kolleginnen und Kollegen sowie bei all den Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass unser Verband funktioniert.
Danke für Euer Vertrauen. Danke für Eure Unterstützung. Danke für die offenen Gespräche, die konstruktive Kritik, die gemeinsamen Ideen und auch für die vielen Momente, in denen wir miteinander lachen konnten.
Natürlich war nicht immer alles einfach und selbstverständlich waren wir auch nicht immer gleicher Meinung. Aber auch das gehört zu einer lebendigen Organisation. Gerade unterschiedliche Ansichten, Diskussionen und Herausforderungen bringen einen Verband weiter – wenn man bereit ist, einander zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ich durfte in dieser Zeit viel lernen – fachlich, aber vor allem auch menschlich. Dafür bin ich sehr dankbar.
Nun ist für mich der Zeitpunkt gekommen, die operative Verantwortung weiterzugeben und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Meiner Nachfolge wünsche ich für ihre neue Aufgabe von Herzen alles Gute, viel Freude, Energie, Geduld und vor allem gutes Gelingen. Ich wünsche ihr, dass sie die SKF gemeinsam mit all den engagierten Menschen im Verband erfolgreich weiterentwickeln und dabei ihre eigenen Ideen und Akzente einbringen kann.
Ich wünsche mir für die Swiss Karate Federation, dass auch in Zukunft das Verbindende über das Trennende gestellt wird, dass man offen für Veränderungen bleibt und nie vergisst, weshalb wir uns alle engagieren: aus der gemeinsamen Leidenschaft für Karate.
Für mich geht mit diesem Abschied ein besonderes Kapitel zu Ende. Ich gehe mit vielen Erinnerungen, wertvollen Erfahrungen, schönen Begegnungen und vor allem mit grosser Dankbarkeit.
Danke für die gemeinsame Zeit, für das Vertrauen und für all die Begegnungen.
Ich wünsche Euch und der gesamten Swiss Karate Federation von Herzen alles Gute für die Zukunft.
Oscar Diaz
