Verfasst von Erik Golowin
Seit einem Jahr verantwortet Thomas Hertig die strategische Weiterentwicklung des Departements Ausbildung der Swiss Karate Federation (SKF). Mit einem klaren Fokus auf den Breitensport, zeitgemässe Ausbildungsformate und nachhaltige Strukturen setzt er wichtige Impulse für die Zukunft des Verbandes.
Thomas Hertig leitet das Departement seit Januar 2025. Im Rahmen der laufenden Verbandsreformen verantwortet er die Weiterentwicklung eines zentralen Bereichs des Verbandes – eine Aufgabe, für die er aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements und seiner fachlichen Expertise bestens gerüstet ist.
Langjähriges Engagement für J+S
Über mehr als 20 Jahre hinweg war Thomas Hertig Ausbildungsverantwortlicher J+S Karate. Gemeinsam mit seinem Expertenteam organisierte und realisierte er die Umsetzung des Kernlehrmittels J+S und prägte damit das Pädagogik- und Methodikverständnis innerhalb der SKF nachhaltig. Wer im Schweizer Karate an Breitensport dachte, meinte J+S – und damit massgeblich auch die Arbeit von Thomas Hertig.
Dabei vertrat er stets eine klare Haltung: Der grösste Wert des Karate liegt im Breitensport. Über Jahre hinweg setzte er bewusste Akzente zugunsten eines offenen, zugänglichen Karateverständnisses und bildete ein wichtiges Gegengewicht zur dominierenden Ausrichtung auf Nachwuchsförderung und Leistungssport.
Mit der Leitung der Produktion des neuen Manuals J+S Karate im vergangenen Jahr sowie der Begleitung der neuen Ausbildungsverantwortlichen Michelle Saner konnte Thomas Hertig dieses langjährige Engagement erfolgreich abschliessen und geordnet übergeben.
Selbstverteidigung als ganzheitlicher Ausbildungsansatz
Parallel dazu war Thomas Hertig Mitglied des Projektteams Selbstverteidigung Karate, einem Revitalisierungsprojekt nach der Covid-Pandemie, das mit Unterstützung des Bundes initiiert wurde. Im Zentrum steht dabei ein zeitgemässes Verständnis von Selbstverteidigung: Nicht der Kampf, sondern die Prävention.
Die Selbstverteidigungsausbildung der SKF verbindet technisches, taktisches, kommunikatives und psychoedukatives Wissen zu einem ganzheitlichen Ausbildungskonzept. Ziel ist es, Handlungssicherheit, Selbstwirksamkeit und ein geschärftes Risikobewusstsein zu fördern. Umfang und Qualität der Ausbildung entsprechen in etwa der J+S Ausbildung, inhaltlich ist sie jedoch besonders innovativ.
Der erste Pilotkurs startet in zwei Blöcken vom 1.–3. Mai und 5.–7. Juni. Der Kurs wird zunächst auf Deutsch durchgeführt. Das Ausbildungsteam der französischsprachigen Schweiz wird assistieren, um das Angebot künftig auch in der Westschweiz zu etablieren.
Umsetzung des Breitensportkonzepts 24
Diese neue Ausbildung ist – zusammen mit dem Revitalisierungsprojekt 6K-Event – ein zentraler Baustein zur Umsetzung des Breitensportkonzepts 24 der SKF. Beide Initiativen stehen exemplarisch für die strategische Weiterentwicklung des Verbandes und unterstreichen den Anspruch, den Breitensport als wichtigste Säule der SKF nachhaltig zu stärken – ergänzend und unterstützend zum Leistungssport.
Dank und Ausblick
Mit seiner Arbeit leisten Thomas Hertig und sein Team einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der SKF. Der Verband dankt Thomas Hertig herzlich für sein jahrzehntelanges Engagement im Bereich Ausbildung und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg und Freude in seiner Funktion als Departementsleiter Ausbildung.








